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Englisch für 5-Jährige: Bewegung und einfache Befehle

Englisch für Fünfjährige lässt sich besonders gut mit Bewegung und einfachen Anweisungen verbinden. Starte mit wenigen Kommandos wie „Stand up“, „Jump“ oder „Touch your nose“, zeige die Bewegung zuerst selbst und gib deinem Kind später die Führung.

Redaktion Labugen ·

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Kurz gesagt: Wie lernt ein fünfjähriges Kind Englisch durch Bewegung?

  • Wähle 4–5 Kommandos, die sich leicht mit dem Körper zeigen lassen.
  • Sag am Anfang das Kommando und führe die Bewegung gemeinsam mit deinem Kind aus.
  • Nach einigen Wiederholungen sagst du nur noch das Kommando und gibst deinem Kind Zeit zu reagieren.
  • Wenn ein Kommando sicher klappt, verbinde zwei: „Stand up and clap your hands“.
  • Danach ergänzt du „in“, „on“, „under“ und kurze Wendungen mit Gegenständen.
  • Nach einigen Spielen tauscht ihr die Rollen, sodass dein Kind dir die Kommandos gibt.

Frühere Schritte findest du in Englisch für Dreijährige und Englisch für Vierjährige. Hier gehen wir von einzelnen Wörtern weiter zum Verstehen gesprochener Anweisungen durch Bewegung.

Was ist die TPR-Methode „hören und handeln“?

TPR, also Total Physical Response, ist ein Ansatz, bei dem ein Kind eine Anweisung in einer zusätzlichen Sprache hört und körperlich darauf reagiert. Es muss nicht sofort sprechen. Zuerst verbindet es den Klang der Wendung mit einer Handlung: Es hört „Stand up“ und steht auf oder „Touch your nose“ und berührt seine Nase.

James J. Asher entwickelte den TPR-Ansatz. Der British Council beschreibt ihn als Methode, die auf Anweisungen, Vormachen und körperlicher Reaktion der Lernenden beruht. Für ein fünfjähriges Kind gilt praktisch: weniger übersetzen, mehr zeigen.

Bewegungsverben, Körperteile, Richtungen und Präpositionen lassen sich auf diese Weise besonders leicht üben. Du brauchst nur etwas Platz auf dem Boden, einen Ball, eine Kiste oder ein Kissen.

Welche englischen Kommandos eignen sich für Fünfjährige?

Beginne mit Anweisungen, die genau eine klare Handlung auslösen. Führe nicht alle an einem Tag ein. Wähle 4–5 und nutzt sie mehrere Tage lang in einem kurzen Spiel.

Englisches Kommando

Bedeutung in der Handlung

Bewegung oder Geste

Einfaches Spiel

Stand up

aufstehen

vom Boden oder Stuhl aufstehen

„Start–Stopp“

Sit down

sich hinsetzen

hinsetzen

schnelle Positionswechsel

Jump

einmal springen

ein Sprung

zu einem Kissen springen

Turn around

sich umdrehen

sich auf der Stelle drehen

„Simon Says“

Clap your hands

in die Hände klatschen

klatschen

im Rhythmus klatschen

Stamp your feet

mit den Füßen stampfen

stampfen

Tiere nachahmen

Touch your nose

die Nase berühren

Finger an die Nase

Körperteile-Spiel

Touch your head

den Kopf berühren

Hand auf den Kopf

Körperteile-Spiel

Close your eyes

die Augen schließen

Augen geschlossen

Gegenstände erraten

Open your eyes

die Augen öffnen

Augen offen

Gegenstände erraten

Give me the ball

mir den Ball geben

den Ball weiterreichen

Gegenstände weitergeben

Put the ball in the box

den Ball in die Kiste legen

den Ball in die Kiste legen

Aufräumspiel

Put the toy on the chair

das Spielzeug auf den Stuhl legen

das Spielzeug ablegen

die Präposition „on“ üben

Put the car under the table

das Auto unter den Tisch schieben

das Auto darunter schieben

„under“ üben

Find something red

einen roten Gegenstand suchen

nach einer Farbe suchen

Farben-Wettrennen

Go to the door

zur Tür gehen

sich durch den Raum bewegen

kleiner Kommando-Parcours

Walk like a cat

sich wie eine Katze bewegen

leise auf Zehenspitzen gehen

Tiere nachahmen

Freeze

stehen bleiben und sich nicht bewegen

auf der Stelle erstarren

Tanz-und-Stopp-Spiel

Verändere danach immer nur ein Element: Tausche „red“ gegen „blue“ oder „ball“ gegen „car“. So versteht dein Kind die Struktur, statt nur eine feste Wendung auswendig zu lernen.

Wie startest du, ohne aus dem Spiel eine Abfrage zu machen?

Beginnt damit, das Kommando gemeinsam auszuführen. Sag „Jump“ und springe zusammen mit deinem Kind. Wiederholt es zwei- oder dreimal. Dann sagst du nur „Jump“ und wartest. Springt dein Kind, funktioniert die Methode.

Reagiert dein Kind nicht, frage nicht: „Was bedeutet jump?“. Zeige den Sprung einfach noch einmal. Ziel ist, die Anweisung im Zusammenhang zu verstehen und nicht eine Übersetzung ins Deutsche nennen zu können.

Auch ein Kuscheltier kann helfen. Der Teddy kann so tun, als würde er „nichts verstehen“, während dein Kind ihm zeigt, was zu tun ist. So fühlt sich dein Kind nicht geprüft.

Welche Kommando-Spiele dauern nur 5–10 Minuten?

Am besten funktionieren Spiele mit einer klaren Regel und schneller Bewegung. Fünf Minuten reichen, um mehrere Wendungen zu wiederholen, ohne die Aktivität unnötig in die Länge zu ziehen.

„Simon Says“

Der Elternteil sagt: „Simon says: touch your nose“, und das Kind führt die Bewegung aus. Kommt die Anweisung ohne „Simon says“, bleibt das Kind still. Schließe dein Kind am Anfang nach einem Fehler nicht aus – lacht darüber und spielt weiter.

Kommando-Parcours

Lege ein Kissen, eine Kiste und einen Stuhl bereit. Führe dein Kind mit Anweisungen: „Go to the chair“, „Jump“, „Put the ball in the box“, „Turn around“. Sobald der Ablauf vertraut ist, änderst du die Reihenfolge.

„Freeze“ mit Musik

Spiele Musik. Wenn du sie stoppst, sagst du „Freeze“. Danach ergänzt du Kommandos wie „Clap your hands“, „Turn around“ und „Touch your head“. Dein Kind kann reagieren, ohne einen vollständigen Satz sprechen zu müssen.

Schatzsuche

Verstecke einige Gegenstände. Gib Hinweise wie „Look under the chair“, „Go to the door“ und „Find something red“. Am Anfang kannst du auf den Ort zeigen. Nimm die Geste nach und nach zurück.

Wenn ihr nach all der Bewegung etwas Ruhigeres möchtet, nutzt Aktivitätskarten zum Ausdrucken oder eine einfache Punktebild-Aufgabe mit Ornament für Fünfjährige. Während dein Kind arbeitet, verwendest du vertraute Anweisungen erneut, zum Beispiel „Take a pencil“, „Start here“ und „Stop“.

Wie steigerst du den Schwierigkeitsgrad Schritt für Schritt?

Übt zuerst ein Kommando, dann zwei nacheinander und ergänzt erst später Präpositionen und Gegenstände. Das ist leichter, als viele neue Wörter gleichzeitig einzuführen.

Stufe 1: ein Kommando

  • „Jump.“
  • „Sit down.“
  • „Clap your hands.“

Stufe 2: zwei Kommandos

  • „Stand up and jump.“
  • „Touch your nose and sit down.“
  • „Clap your hands and turn around.“

Stufe 3: ein Gegenstand

  • „Give me the ball.“
  • „Take the teddy.“
  • „Find the car.“

Stufe 4: in, on, under

  • „Put the ball in the box.“
  • „Put the teddy on the chair.“
  • „Put the car under the table.“

Du musst „in“, „on“ und „under“ nicht einzeln übersetzen. Zeige den Unterschied mit demselben Gegenstand. Dein Kind sieht schnell, dass ein anderes Wort die Position des Gegenstands verändert.

Wann solltest du die Rollen tauschen und dein Kind die Kommandos geben lassen?

Wenn dein Kind mehrere Wendungen ohne deine Geste versteht, darf es führen. Die Kommandos müssen weder vollständig noch perfekt sein. Sagt dein Kind „Mama, jump“ oder „Ball in box“, akzeptiere das und führe die Handlung aus.

Du kannst eine vollständigere Form vormachen, ohne direkt zu korrigieren. Dein Kind sagt „Ball box“, du antwortest „Put the ball in the box? OK!“ und machst es.

Was, wenn dein Kind auf Deutsch antwortet?

Akzeptiere die Antwort und gib die englische Form natürlich vor, ohne Nachsprechen zu verlangen. Fragst du „Where is the ball?“ und dein Kind antwortet auf Deutsch, während es unter den Tisch zeigt, kannst du sagen: „Yes, under the table“ und weiterspielen.

Wenn dein Kind die Anweisung versteht, verwandle den Moment nicht in einen Test auf die richtige gesprochene Antwort. Baut zuerst Verstehen und Sicherheit auf.

Für gelegentliche Abwechslung könnt ihr auch Lernspiele von Labugen nutzen. Bewegung und echte Gegenstände sind für räumliche Anweisungen aber weiterhin besonders hilfreich.

Welche Fehler solltest du beim Englischlernen mit Fünfjährigen vermeiden?

Der häufigste Fehler ist, zu viele Kommandos auf einmal einzuführen. Ein weiterer ist, ständig zu übersetzen und immer wieder zu fragen, ob dein Kind die Bedeutung noch weiß.

  • Korrigiere nicht sofort jeden Sprechversuch.
  • Verlange nicht, dass dein Kind jede Wendung nachspricht.
  • Erhöhe den Schwierigkeitsgrad nicht nur deshalb, weil eine Anweisung einmal richtig ausgeführt wurde.
  • Mach aus „Simon Says“ keinen Test mit Punkten.
  • Spielt nicht weiter, wenn dein Kind deutlich müde ist.
  • Mische nicht fünf neue Themen in eine einzige Spielrunde.

Musst du dir Sorgen machen, wenn dein Kind noch kein Englisch spricht?

Du musst nicht erwarten, dass dein Kind sofort spricht. Bei TPR kann es eine Zeit lang vor allem zuhören und körperlich reagieren. Auch der British Council beschreibt eine „stille Phase“, in der Lernende Sprache aufnehmen können, ohne unter Druck selbst sprechen zu müssen.

Wenn dein Kind einfache Anweisungen versteht, beim Spiel mitmacht und gern zu vertrauten Wendungen zurückkehrt, ist das bereits wertvolles Sprachenlernen. Durch den Rollentausch kannst du zum Sprechen einladen, musst es aber nicht erzwingen.

Wenn du dir auch um die allgemeine Sprech- und Sprachentwicklung deines Kindes auf Deutsch Sorgen machst – etwa weil es Alltagsanweisungen schwer versteht oder nur sehr wenig kommuniziert –, sprich mit einer pädagogischen Fachkraft in der Kita, einer logopädischen Fachkraft oder einer anderen passenden Fachperson. Dieser Artikel ist keine Beurteilung der Sprachentwicklung.

Wie kannst du eine einfache Woche mit Englischspielen planen?

Du brauchst nicht jeden Tag eine eigene Unterrichtsstunde. Ein kurzes Spiel mit denselben Wendungen reicht.

Tag

Spiel

Das übt ihr

Montag

„Simon Says“

stand up, sit down, jump

Dienstag

„Freeze“

freeze, clap, turn around

Mittwoch

Farbensuche

find something red/blue

Donnerstag

Kiste und Spielzeug

in, on, under

Freitag

Hindernisparcours

zwei Kommandos nacheinander

Wochenende

dein Kind führt

selbstständig Kommandos geben

Wenn dein Kind dasselbe Spiel wiederholen möchte, lass es. Weitere entspannte Ideen findest du im Elternratgeber.

Quellen

  • James J. Asher, „The Total Physical Response Approach to Second Language Learning”, The Modern Language Journal, 1969: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1540-4781.1969.tb04552.x
  • Richard Frost, British Council TeachingEnglish, „Total physical response – TPR”, 2004: https://www.teachingenglish.org.uk/professional-development/teachers/teaching-knowledge-database/t-w/tpr
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Häufige Fragen

Wie lange sollte ein Englischspiel für Fünfjährige dauern?
Am Anfang reichen 5–10 Minuten mit einem einzigen Spiel. Meist ist es besser aufzuhören, solange dein Kind noch Lust hat, als die Aktivität so lange auszudehnen, bis das Interesse nachlässt.
Muss ein fünfjähriges Kind jedes englische Kommando nachsprechen?
Nein. Zunächst kann dein Kind einfach zuhören und mit Bewegung reagieren. Lade durch Spiel und Rollentausch zum Sprechen ein, verlange aber nicht das Nachsprechen jeder Wendung.
Wie kann ich einem fünfjährigen Kind in, on und under beibringen?
Nutze ein Spielzeug zusammen mit einer Kiste, einem Stuhl und einem Tisch. Sag die Anweisung und zeige die Position zuerst selbst. Nimm die Geste schrittweise zurück, sobald dein Kind die Wörter versteht.
Was tun, wenn mein Kind während des Spiels auf Deutsch antwortet?
Akzeptiere die Antwort und gib die englische Form ganz natürlich vor. Du musst kein sofortiges Nachsprechen verlangen und solltest aus der Situation keine Abfrage machen.
Wann kann mein Kind selbst englische Kommandos geben?
Sobald dein Kind mehrere vertraute Wendungen ohne Gesten versteht, darf es die Führung übernehmen. Kurze oder unvollständige Kommandos sind am Anfang völlig in Ordnung; reagiere natürlich und gib eine vollständigere Form als Sprachmodell vor.
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